Days #46-57: Es braucht keine Abenteuer

Heyhey an die treuen Seelen hier,

ich weiß, dass es jetzt nahezu 2 Wochen nichts gab. Das liegt einzig und allein daran, dass es relativ langweilig hier war. Viel passiert ist hier nicht.(Sorry schon mal im Voraus, dass ich alles durcheinander schmeißen werde, weil ich keine sinnvolle Ordnung in das zu Erzählende bekommen werde) ) Unter der Woche herrscht Alltag- was nicht unbedingt was schlechtes ist. Vormittags und nachmittags war das echt ziemlich stressig die letzten Wochen.

Letze Woche mit SB, die immer schwimmen wollte, Gasthaus, anderen Sachen und der Planung, dass ich es schaffe meinen Kleinen einzusammeln. SB ist dann Anfang der Woche nach Reykjavik gefahren, zu ihrem Vater und für ein Fußballturnier. Diese Woche war es dann besonders auf das Gasthaus bezogen sehr stressig, da jeden Tag ein Wechsel da stattfand und man das also täglich machen musste. Dazu waren die letzte Woche verschiedenste Besucher hier -am Wochenende Freunde von A, die eine, die ich vom Color Run kenne und I, bei der ich ja sogar mehrmals übernachtet habe- und unter der Woche kam V  zurück und brachte ‚Julla‘ (sozusagen die älteste Tochter von S) mit her. Die ist 22, glaube ich, und wollte die Tage hier nutzen, um immer ihren kleinen Bruder, EL, abzuholen. Das hieß, dass ich bis inklusive Mittwoch den Kleinen kaum zu Gesicht bekommen habe.

Direkt nachdem A und S von der Arbeit kamen, nutze ich dann die Zeit meistens und „haue“ ab, um endlich mal Zeit mit Leuten meines Alters zu verbringen und sowas wie Freundschaften aufzubauen. Meist war ich dann mit Jón irgendwo oder habe mich welchen der 2,5 anderen Au-Pairs hier getroffen. 2,5 heißt, dass ich erstmals auch diese Karolina so einigermaßen kennengelernt habe (wir haben uns einen Abend alle zusammen getroffen) und Lucie, die seit einer Woche hier ist, mehrmals gesehen habe. Das Wochenende war dann ähnlich, ich war meist unterwegs und habe Leute getroffen.. Lucie ist übrigens 21, Tschechin und hat vor ihrem kurzen Aufenthalt hier schon sechs Monate als Au-Pair in Reykjavik und hat mehr Ahnung als ich von Island.

Genau bei dieser Lucie sitze ich auch gerade in der Wohnung.

Das liegt daran, dass jetzt am Wochenende, das Gasthaus doppelt überbucht war. Also übernachte ich hier bei Lucie (die aber ab und zu arbeiten muss, aber halt ihre eigene Wohnung hat von ihrer Gastfamilie), während A nach Reykjavik ist, um SB zuzuschauen beim Fußball und S hier bei seiner Schwester unterkommt mit EL (bleibt hier wegen des Restaurants).  Das ist der Grund, warum die letzten beiden Tage so stressig war, musste doch alles weggeräumt werden (es sah aus, als ob ich ausziehe) und sauber gemacht werden musste. Auch musste ich öfter mal abends ‚arbeiten‘ oder wenigstens zuhause sein, da die Beiden wegwaren und EL schlief (habe dann meist Jon mitgenommen und wir haben irgendwas blödsinniges im Fernsehen geschaut). Damit schließt sich dann auch der Kreis zu dem gerade schon erwähnten Pizzarestaurant. Seit ich hier bin, schwebte diese Idee ja in der Luft rum und seit Anfang der Woche ist es offiziell und mit allen geklärt.  Die Beiden waren mehrmals da abends eingespannt, um Arbeiter kennenzulernen usw..

Gestern Abend musste Lucie arbeiten.. Das heißt, ich war mit Jón unterwegs. Da wir am Abend vorher beide Pokemon GO (dem Spiel kann man ja nirgendwo momentan entgehen) runtergeladen haben, sind wir natürlich rumgerannt, was zu einer ganz lustigen Situation irgendwie geführt hat. Wir sind erst ewig rumgelaufen, am Wasser, am Gestein, überall. Jedenfalls hatten wir dann zufällig gesehen, dass Leute an zwei sehr nahen „Pokestops“ was hingeworfen hatten, um Pokemon anzulocken. Also sind wir da hin. Dort standen bestimmt 20-25 Leute mit Smartphone in der Hand. Dieser Anblick allein war schon sehr unterhaltsam. Viel besser kam es dann noch, als wir uns hingesetzt haben und halt wie immer auf englisch geredet haben. Ein Kerl hat uns dann halt gehört und angequatscht, was wir hier, wie gut wir im Spiel sind etc. Jedenfalls kam dann ziemlich schnell raus, dass er auch Deutscher ist und nach dem Abi ein wenig Island bereist hatte. Das war irgendwie schon ein recht witziger Zufall!

Was gibt es sonst noch so.. Pauline ist wieder zurück seit einer Woche in Deutschland- viele Grüße auf jeden Fall, wenn du das hier liest; man sieht sich.

Ich beschäftige mich immer mehr mit der isländischen Sprache und es macht auch langsam Fortschritte. Standardsätze und Themen kann ich verstehen und auch ausdrücken. Jón hat auch begonnen, manchmal isländisch mit mir zu reden, das funktioniert zwar nur mehr oder weniger gut, aber der Wille zählt ja, oder? 😀

Und die Planungen für Þjóðhátíð, das Festival in zwei Wochen, laufen überall auf Hochtouren. 15-20.000 Menschen werden erwartet, wesentlich mehr als Einwohner hier. Die Einwohner bauen ihre bekannten weißen Zelte auf, in denen Leuten dann kommen können, in Kontakt kommen und meist Essen serviert bekommen (gekochte Puffins z.B 😦 ). Von uns Aupairs ist noch nicht ganz klar, wer das bezahlen kann und kommt und auch bei Jón ist es noch nicht ganz sicher.

Und es ist merklicher dunkler nachts mittlerweile. Drei Wochen nach dem längsten Tag ist wenigstens eine Art Dämmerung Abends. Der Winter kommt, wie Jón das gestern kommentiert hat.

Ich entschuldige mich nochmals für die Unordnung in dem Blogeintrag. Nur wusste ich echt kein Konzept, da chronologisch erzählen keinen Sinn gemacht hätte. Zum Abschluss hier noch das einzige Bild, das ich in der Zeit gemacht habe:

IMG_20160706_232615
23:45 am 11. Juli

 

‚Vertu sæl!‘ an alle Frauen und Mädchen unter euch. ‚Vertu sæll!‘ an alle Männer und Jungs unter euch. Auf Wiedersehen! 🙂

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