Days #58-66: Chaos und Vorfreude

Willkommen zurück,

es geht immer weiter, auch auf einer kleiner Insel im Nirgendwo. Aufgehört habe ich am Freitag Abend/Samstag Morgen letzte Woche. Samstag Abend haben wir uns dann alle bei Lucie eingefunden (Jón, Lucie, Viktoria, Karolina und ich) und haben uns einen schönen Abend gemacht. Eigentlich war der Plan dann um 1 morgens in den Pub hier weiterzuziehen. Es kam dann aber so, wie es kommen musste. Jón wurde nicht reingelassen, weil er noch 17 ist..

Jedenfalls bin ich dann auch erstmal draußen geblieben und habe mit ihm bestimmt zwei Stunden tiefsinnige Nachtgespräche geführt.. Später bin ich dann doch noch rüber. Ob es sich gelohnt hat, weiß ich nicht. Es ist halt ein Pub auf einer kleinen Insel, es war voll und einfach stickig.. Viktoria und Karolina habe ich zum Glück schnell gefunden und kam dann auch mit zwei Kerlen, in Österreich lebenden deutschen Studenten ins Gespräch. Wirklich angenehm fand ich es darin nicht und war dann auch froh, dass um vier Uhr morgens dann eh Ende war, weil geschlossen wurde. Sonntag war dann nur noch ein ganz entspannter Tag, auch weil wir alle etwas fertig waren.

Diese Woche war jetzt echt ein bisschen stressig. Erstens hatte ich ja jeden Tag den Kleinen, da der Kindergarten ja jetzt auch Ferien hat. Dadurch war ich auch jeden Tag mehrere Stunden draußen, Regen oder Sturm egal, um auf dem Spielplatz mit ihm zu spielen oder Fische am Hafen anzuschauen. [Einmal waren wir in Sæheimar, das ist ein Museum über hier heimische Vögel und Fische. Das ist ganz nett und die haben einen Puffin da, den man auch anfassen kann.] Dazu kam, dass die Gasteltern eigentlich permanent unterwegs waren wegen des Restaurants, sodass ich die eigentlich gar nicht gesehen habe. Nach meiner Arbeitszeit wurde EL meist von Verwandten abgeholt und zu Verwandten gebracht, wo er dann abends war. Das heißt auch, dass es die Woche keine gemeinsamen Abendessen mehr gab. Das Haus ist recht chaotisch, da ich jetzt so viel mit dem Kleinen beschäftigt bin, dass ich weniger Zeit für Haushalt hier habe und sogar das Gasthaus wurde ein paar Mal vergessen. Alles in allem- die Situation in der Gastfamilie ist nicht angenehm momentan. Die Abende waren dann wie immer. Ich habe die Zeit genutzt,  Freunde zu sehen und mich abzulenken von dem Rest. Meist eher Jón oder Lucie, aber auch Viktoria habe ich jetzt Freitag Abend wieder für einige Stunden gesehen. Wir sind viel spazieren gegangen an dem Abend (und haben dabei fest gestellt, dass es nachts schon wieder fast dunkel wird teils).

 

 

Am Samstag waren ich mit -wer hätte es gedacht- Jón und Lucie „downtown“ Vestmannaeyjar unterwegs. Zuerst ging es, nachdem wir drei Mal die Öffnungszeiten verpasst haben, zur Vínbúðin. Das ist der einzige Laden, bzw. die einzige Ladenkette, in der man in Island Alkohol bekommt (und das nur ab 20). Man musste ja Vorräte für den kommenden Abend und nächstes Wochenende haben. Die Preise sind doch ziemlich hoch. (Wir haben knapp über 100 Euro umgerechnet ausgegeben, was aber auch daran liegt, dass eine Flasche Wein schon mal mindestens 18 Euro kostet und Hochprozentiges demnach knapp 30 pro Flasche).

Jedenfalls haben wir noch bei 66° North vorbeigeschaut, eine isländische Kette für „island-taugliche“ Klamotten. Vor allem haben die so Fischerhose in den auffälligsten Farben, die während des Festivals wohl ziemlich genutzt werden wegen des möglichen schlechten Wetters und auch matschigem Boden, wo man sitzen will. Tatsächlich haben wir auch alle überredet bekommen, mit hinzugehen. Auch habe ich mich mal auf die Suche gemacht nach einem der isländischen Wollpullis, da die wohl auch so zu diesem Festival dazugehören. Endgültig fündig geworden bin ich aber nicht.

Abends haben wir drei noch mit einem von Jóns engen Freunden (die ich ja mittlerweile auch ganz gut kenne) beisammen gesessen, bisschen getrunken und viel Just Dance getanzt :D.

Und so entspannt ging es auch weiter das Wochenende. Gestern habe ich zwar nochmal zwei Stündchen gearbeitet (Gasthaus), aber ansonsten auch den Tag mit rumlaufen, Filme schauen und verschiedene Freunde treffen verbracht.

Abends dann-ausnahmsweise mal- nicht Lucie und Jón sondern Viktoria und (sogar) Karolina getroffen, rumgelaufen und Tee getrunken.

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noch ein kleiner Freund

Das Gespräch handelte gefühlt großteils vom Festival nächste Woche und das ist aber nicht nur bei uns so, sondern alles ist in Vorbereitungen. Weiße Zelte werden aufgebaut, Kleidung gekauft, Pläne gemacht usw. Es sind, laut S, schon mehr Tickets als die letzten Jahre verkauftt. Man rechnet mit 16.000 Besuchern, was damit ja schon etwa das vierfache der normalen Inselbevölkerung wäre.

Ich muss zwar auch nächstes Wochenende während des Festivals jeden Tag eine Weile arbeiten, mal sehen, wie das wird.

Donnerstag geht’s hier los. Da ist ein Konzert, aber noch unabhängig vom offiziellen Festival, also auch für die (wahrscheinlich 10) Bewohner, die nicht zum richtigen Festival gehen. Gestern wurde uns dann erzählt, dass das eigentlich so eine Art „Hook up-night“ ist, die den Sinn hat, jemanden für’s Festival zu finden. Anschauen werden wir uns das ganze wohl dennoch!

Und sonst, bin ich fleißig am Songtexte lernen (was halt nicht wie im Englischen mit zwei Mal Hören gemacht ist), damit ich wenigstens das diesjährige Festivallied und die Inselhymne mitsingen kann.

Ich zähle dann mal weiter die Tage runter- takk og Bless, vinum mínum.

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Days #46-57: Es braucht keine Abenteuer

Heyhey an die treuen Seelen hier,

ich weiß, dass es jetzt nahezu 2 Wochen nichts gab. Das liegt einzig und allein daran, dass es relativ langweilig hier war. Viel passiert ist hier nicht.(Sorry schon mal im Voraus, dass ich alles durcheinander schmeißen werde, weil ich keine sinnvolle Ordnung in das zu Erzählende bekommen werde) ) Unter der Woche herrscht Alltag- was nicht unbedingt was schlechtes ist. Vormittags und nachmittags war das echt ziemlich stressig die letzten Wochen.

Letze Woche mit SB, die immer schwimmen wollte, Gasthaus, anderen Sachen und der Planung, dass ich es schaffe meinen Kleinen einzusammeln. SB ist dann Anfang der Woche nach Reykjavik gefahren, zu ihrem Vater und für ein Fußballturnier. Diese Woche war es dann besonders auf das Gasthaus bezogen sehr stressig, da jeden Tag ein Wechsel da stattfand und man das also täglich machen musste. Dazu waren die letzte Woche verschiedenste Besucher hier -am Wochenende Freunde von A, die eine, die ich vom Color Run kenne und I, bei der ich ja sogar mehrmals übernachtet habe- und unter der Woche kam V  zurück und brachte ‚Julla‘ (sozusagen die älteste Tochter von S) mit her. Die ist 22, glaube ich, und wollte die Tage hier nutzen, um immer ihren kleinen Bruder, EL, abzuholen. Das hieß, dass ich bis inklusive Mittwoch den Kleinen kaum zu Gesicht bekommen habe.

Direkt nachdem A und S von der Arbeit kamen, nutze ich dann die Zeit meistens und „haue“ ab, um endlich mal Zeit mit Leuten meines Alters zu verbringen und sowas wie Freundschaften aufzubauen. Meist war ich dann mit Jón irgendwo oder habe mich welchen der 2,5 anderen Au-Pairs hier getroffen. 2,5 heißt, dass ich erstmals auch diese Karolina so einigermaßen kennengelernt habe (wir haben uns einen Abend alle zusammen getroffen) und Lucie, die seit einer Woche hier ist, mehrmals gesehen habe. Das Wochenende war dann ähnlich, ich war meist unterwegs und habe Leute getroffen.. Lucie ist übrigens 21, Tschechin und hat vor ihrem kurzen Aufenthalt hier schon sechs Monate als Au-Pair in Reykjavik und hat mehr Ahnung als ich von Island.

Genau bei dieser Lucie sitze ich auch gerade in der Wohnung.

Das liegt daran, dass jetzt am Wochenende, das Gasthaus doppelt überbucht war. Also übernachte ich hier bei Lucie (die aber ab und zu arbeiten muss, aber halt ihre eigene Wohnung hat von ihrer Gastfamilie), während A nach Reykjavik ist, um SB zuzuschauen beim Fußball und S hier bei seiner Schwester unterkommt mit EL (bleibt hier wegen des Restaurants).  Das ist der Grund, warum die letzten beiden Tage so stressig war, musste doch alles weggeräumt werden (es sah aus, als ob ich ausziehe) und sauber gemacht werden musste. Auch musste ich öfter mal abends ‚arbeiten‘ oder wenigstens zuhause sein, da die Beiden wegwaren und EL schlief (habe dann meist Jon mitgenommen und wir haben irgendwas blödsinniges im Fernsehen geschaut). Damit schließt sich dann auch der Kreis zu dem gerade schon erwähnten Pizzarestaurant. Seit ich hier bin, schwebte diese Idee ja in der Luft rum und seit Anfang der Woche ist es offiziell und mit allen geklärt.  Die Beiden waren mehrmals da abends eingespannt, um Arbeiter kennenzulernen usw..

Gestern Abend musste Lucie arbeiten.. Das heißt, ich war mit Jón unterwegs. Da wir am Abend vorher beide Pokemon GO (dem Spiel kann man ja nirgendwo momentan entgehen) runtergeladen haben, sind wir natürlich rumgerannt, was zu einer ganz lustigen Situation irgendwie geführt hat. Wir sind erst ewig rumgelaufen, am Wasser, am Gestein, überall. Jedenfalls hatten wir dann zufällig gesehen, dass Leute an zwei sehr nahen „Pokestops“ was hingeworfen hatten, um Pokemon anzulocken. Also sind wir da hin. Dort standen bestimmt 20-25 Leute mit Smartphone in der Hand. Dieser Anblick allein war schon sehr unterhaltsam. Viel besser kam es dann noch, als wir uns hingesetzt haben und halt wie immer auf englisch geredet haben. Ein Kerl hat uns dann halt gehört und angequatscht, was wir hier, wie gut wir im Spiel sind etc. Jedenfalls kam dann ziemlich schnell raus, dass er auch Deutscher ist und nach dem Abi ein wenig Island bereist hatte. Das war irgendwie schon ein recht witziger Zufall!

Was gibt es sonst noch so.. Pauline ist wieder zurück seit einer Woche in Deutschland- viele Grüße auf jeden Fall, wenn du das hier liest; man sieht sich.

Ich beschäftige mich immer mehr mit der isländischen Sprache und es macht auch langsam Fortschritte. Standardsätze und Themen kann ich verstehen und auch ausdrücken. Jón hat auch begonnen, manchmal isländisch mit mir zu reden, das funktioniert zwar nur mehr oder weniger gut, aber der Wille zählt ja, oder? 😀

Und die Planungen für Þjóðhátíð, das Festival in zwei Wochen, laufen überall auf Hochtouren. 15-20.000 Menschen werden erwartet, wesentlich mehr als Einwohner hier. Die Einwohner bauen ihre bekannten weißen Zelte auf, in denen Leuten dann kommen können, in Kontakt kommen und meist Essen serviert bekommen (gekochte Puffins z.B 😦 ). Von uns Aupairs ist noch nicht ganz klar, wer das bezahlen kann und kommt und auch bei Jón ist es noch nicht ganz sicher.

Und es ist merklicher dunkler nachts mittlerweile. Drei Wochen nach dem längsten Tag ist wenigstens eine Art Dämmerung Abends. Der Winter kommt, wie Jón das gestern kommentiert hat.

Ich entschuldige mich nochmals für die Unordnung in dem Blogeintrag. Nur wusste ich echt kein Konzept, da chronologisch erzählen keinen Sinn gemacht hätte. Zum Abschluss hier noch das einzige Bild, das ich in der Zeit gemacht habe:

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23:45 am 11. Juli

 

‚Vertu sæl!‘ an alle Frauen und Mädchen unter euch. ‚Vertu sæll!‘ an alle Männer und Jungs unter euch. Auf Wiedersehen! 🙂

Days #39-45: Der Wahnsinn hat ein Ende

Ich würde euch ja gerne, spektakuläre, tolle Sachen erzählen. Das einzig spektakuläre von meinem letzten Blogeintrag bis Donnerstag Mittag war aber der Island Sieg gegen England, mit dem wohl keiner gerechnet hatte. Ich würde jetzt ja erzählen, wie sich alle gefreut haben und was für eine Euphorie hier herrschte, in Angesicht des Viertelfinale heute denke ich aber, dass das falsch wäre. Island hat sich wohl besser geschlagen, als es alle vermutet haben. Sie haben sich überall in Europa Sympathien geschaffen und mit dem Kommentatoren einen weiteren Isländer berühmt gemacht. Danke Island für den Zusammenhalt und all die schönen Minuten; danke, dass ich das hier miterleben durfte! Und ich mein‘, wenn man 5:1 hinten liegt, trotzdem noch nicht ganz aufzugeben und am Ende noch mit dem 5:2 belohnt zu werden, ist doch immerhin auch noch was Schönes. Dazu kommt, dass hier mittlerweile Freude über das tolle Turnier und der Zusammenhalt aller über alle Enttäuschung, dass keine zweite Sensation gelingen konnte, überwiegt. Also áfram ísland, hoffentlich hört man das „Huh“ bei der WM 2018 wieder in den Stadien!

Sonst war in der Woche auch eher normaler Alltag angesagt. Donnerstag Nachmittag war ich mit Viktoria dann nochmal im Schwimmbad. Abends sind wir ein bisschen durch den Ort gefahren. Da am Wochenende hier ein -später nochmal erwähntes und erklärtes- Fest war, gab es eine Art Bingospiel, bei dem man Zettel mit Nummern im Ort finden musste, die in Läden, Restaurants und öffentlichen Gebäuden versteckt wurden. Einige Zettelchen haben wir gefunden, ein paar andere fehlen uns leider.

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Freitag Mittag kam dann Pauline hier an (nach einem sehr, sehr arbeitsreichen, anstrengenden und chaotischen Vormittag) und da A angeboten hatte, EL aus dem Kindergarten abzuholen, konnten wir direkt die Insel erkunden. Dabei haben wir dann doch beschlossen, aus Gründen der Einfachheit das Auto zu nehmen. Also bin ich dann nach sechs Wochen Island das erste Mal Auto hier gefahren. 😀 Jedenfalls waren wir bei spranga (dieser Seilschwung-Inselsport), was leider wegen dem Wind und meinem begrenzten Talent darin schwer war, Pauline zu zeigen. Wir haben es dann auch bald aufgegeben und sind nach Stórhöfði, der Punkt zum Puffins beobachten, was aber sehr schwer war an dem Tag. Nachdem ich Pauline inklusive Kamera weggelockt bekommen habe und einem kleinen Stop bei Bonús (Versorgung kaufen c: ), gab es dann Abendessen. Danach hatten Jón uns eingeladen zu einer Art „Party“, „Treffen“, was weiß ich. Jedenfalls waren wir den ganzen  Abend mit ca. zehn angetrunkenen, isländischen Kerlen unterwegs. Auch wenn man natürlich oft nichts versteht, weil doch viel isländische gequatscht wird, finde ich den Abend echt ganz cool und es war schön mal ein paar Isländer kennenzulernen. Die meisten war echt nett, auch wenn nicht alle, englisch sprechen wollten. Eher geschockt waren wir von den paar Mädchen (die wir nur 10 Minuten oder so gesehen hatten), die mindestens eine Tonne Makeup im Gesicht hatten und überall Glitzersteine kleben hatten.

Samstag wurde dann nach dem langen Abend vor allem ausgeschlafen. Später ging es dann auf Wunsch Paulines ins Eldheimar. Das ist ein Museum zum Vulkanausbruch 1973, das ich auch noch nicht besucht hatte. Im Mittelpunkt steht ein Haus, das genau an dieser Stelle stand und in jahrelanger Arbeit aus den Vulkangestein- und Aschemassen freigebuddelt wurde. Es ist wirklich faszinierend, dass zu sehen- diese Kraft, die die Natur mit sich bringt. Vor allem erschreckend ist es, wenn man Kleider oder Stofffetzen in der Asche rumliegen sieht. Aber auch drumherum hat es sich echt gelohnt. Die ganze Ausstellung war super informativ (v.a durch einen Audioguide in allen möglichen Sprachen) und auch interaktiv. So gab es zum Beispiel eine Art Drehscheibe, wo eine Umdrehung den Zeitraum des Ausbruches zeigte, sodass man mitverfolgen konnte, was wie gemacht wurde, um den Ort zu retten und wo sich welche Krater/Spalten und sich neue Inselteile aufgetan haben. Auch gab es eine Art Sandkasten, wo man selbst das alte Dorf usw. ausbuddeln konnte. Besonders beeindruckend fande ich die Interviews mit Betroffenen und eine Karte, die die damaligen Inselbewohner zeigt und wohin diese, wann, in Island geflohen sind und wie viele zurückgekehrt sind (4.200 von damals knapp 5.400 oder so).

Anschließend sind wir dann noch ein bisschen durch eben diese neuen Teile der Insel gefahren und haben einen kleinen, nennen wir es, Leuchtturm gefunden, der dem Namen aber nicht wert ist.

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Eigentlich war dann geplant mit Jón und Freunden schwimmen zu gehen, was dann meiner Tollpatschigkeit wegen gescheitert ist… Stattdessen haben wir dann ein bisschen Fernsehen geschaut, auf’s Abendessen gewartet und dann pünktlich um sieben natürlich das Deutschland Spiel geschaut. Man, war das nervlich anstrengend, dieses Spiel anzuschauen. Dann waren wir einen Film schauen bei Jón und um Mitternacht auf einem Konzert am Hafen (wo Jón nicht hindurfte :D). Das ist anlässlich des Festes Goslokahátíð (Wo wir wieder beim Thema sind: Das ist das Fest, wo das Ende des Vulkanausbruchs 1973 gefeiert wird) hier gewesen. Da haben sich wahrscheinlich 90% der Inselbevölkerung getroffen und getrunken und getanzt. Es waren alles gecoverte Lieder , aber meist isländische. Wir sind also viel rumgelaufen, haben uns umgeschaut und am Ende sogar einige von Jóns Freunden getroffen, die dann nochmal jedem von uns erzählt haben. Ich glaube, mittlerweile weiß jeder hier in dem Alter von den komischen Deutschen. 😀

 

Heute sind wir dann leider relativ früh aufgestanden, um noch zum Vulkan Erdfell hoch zu wandern. Ich kenne den zwar bereits, dachte aber, dass das was ist, was man gesehen haben sollte. Da der Vulkan aber eben schonmal hier vorkam und beschrieben wurde, belasse ich es hier dabei und füge nur vielleicht nochmal wenige Bilder an.

 

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Anschließend mussten wir uns etwas zurückbeeilen. Um 14:00 stand Ribsafari auf dem Programm. Das ist eine Tour mit einem Schnellboot, an der Insel entlang, in Höhlen und zu anderen Inseln. Obwohl ich mich mit dem dicken, gelben Anzug und der Rettungsweste ein bisschen komisch gefühlt habe, hat sich das ich gelohnt. Es war nicht nur sehr informativ, sondern auch einfach spaßig und wunderschön an manchen Orten. Zwar konnten wir keine Robben oder Wale sehen, die man wohl doch gar nicht so selten findet auf der Tour, aber empfehlenswert ist das alle Mal.

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Elefant?

Stressig war es danach wieder. Bis wir nämlich zuhause waren, war es 15:15. Da musste Pauline dann aber noch schnell packen, weil wir dann mit dem Auto Jón eingesammelt haben und nochmal zum spranga sind, damit er Pauline zum Abschluss nochmal zeigen kann, wie das richtig geht. Da er scheinbar mit vier Jahren das erste Mal an diesem Seil gehangen hat, sieht das bei ihm natürlich wesentlich cooler aus, obwohl es heute auch bei mir langsam Fortschritte gemacht hat. Er hat mir versprochen, mir das richtig beizubringen, bevor ich zurückmuss.

Dann haben wir die liebe Pauline zur Fähre gebracht. An dieser Stelle danke an dich für die schönen Tage hier im Land der Elfen und Trolle (hier ist jeder zweite Fels im Wasser ein versteinerter Troll und Löcher im Gestein Elfenkirchen) und auf ein Wiedersehen in Deutschland. Madame verlässt Island nämlich nächstes Wochenende schon und lässt mich hier allein ;). Der Rest des Sonntages war auch schnell vorbei. Ich war dann mit Jón und einem Freund, dessen Name ich nicht kenne, noch ein bisschen rumlaufen und dann war ja Fußball, wobei es hier auf der Insel das erste Mal richtiges Public Viewing gab, was echt schön war und ein tolle Atmosphäre bei wundervollem Wetter heute hatte.

Da ich keine Videos hier hochladen darf: Public Viewing- Huh! (Das war übrigens in der Halbzeit, also als man schon 4:0 hinten lag )

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Mit Viktoria habe ich am Wochenende eigentlich nichts gemacht, was auch daran liegt, dass diese mehr Zeit mit dem ehemaligen Au-Pair verbracht hat, das momentan bei der Familie ist. Ich freue mich aber auch,  mehr mit Jón und Co. mache, da die einfach besser Englisch reden und ich da nicht drauf achten muss, alles verständlich und einfach auszudrücken.  Morgen beginnt dann eine neue Woche, mal sehen.

Danke für’s Lesen, bis bald. Bless!

Und hier noch ein Lied, dass ich an diesem Wochenende echt mehrmals hören durfte. Ein Lied zu dieser Insel und zu dem großen Festival im August (zum Festival 2012), was auch dafür entstanden ist. Aber irgendwie ist das so passend zu dem Leben hier auf der Insel! Lied 🙂

2016-Festival-Lied: Þjóðhátíð 2016