Islandbesuche ’17/’18: Ég er kominn heim

Hallo die paar Leute, die hier tatsächlich nochmal reinschauen.

Die meisten von denen wissen auch, dass Island für mich nach meiner Au-Pair Zeit dort nicht abgehakt war und es durchaus weitere Besuche gab. Ich werde mich hier nicht sonderlich auf viele einzelne Ereignisse konzentrieren, sondern eher kurz zurückblicken, einige Bilder zeigen, um euch allen Island schmackhaft zu machen und eigentlich nur ein Lebenszeichen geben.

„Èg er kominn heim“ heißt soviel wie „Ich bin nach Hause gekommen“ und irgendwo beschreibt dieser Satz aus einem der wohl meist gesungenen Lieder in Island (fungiert so als inoffizielle Hymne dort) meine Gedanken darüber.

Jedenfalls waren die ersten zweiten Semester, also eigentlich das Jahr nach Island relativ unspektakulär, aber im August 2017 bin ich dann für 3,5 Wochen mit einer Freundin nach Island geflogen. Wir sind einmal die ganze Ringstraße getrampt (was in Island tatsächlich super funktioniert hat) und haben auf verschiedenen Campingplätzen gecampt. Die erste Tage waren wir allerdings wieder auf meiner Insel und dem Festival dort, sodass ich alle meine Freunde und auch meine Gastfamilie vom Vorjahr wiedergesehen habe und dazu haben wir noch einen Haufen neuer Leute kennengelernt, von denen zu einigen auch immer noch guter Kontakt herrscht.

Ein Jahr hatte ich mit Island mehr oder weniger nichts am Hut, aber vor allem die ersten Tage haben mich doch ziemlich aufgewühlt. Und die Wochen waren zwar anstrengend, aber wunderschön, mit vielen neuen Orten, die ich auch nie gesehen hatte, freundlichen Menschen (die uns z.B einen Tag durchs Hochland mitgenommen haben zu warmen Wasserfällen, durch Flüsse und eine unendliche Wüste aus schwarzem Sand) und erstaunlicherweise meist gutem Wetter. Und sogar den Punkt ‚isländisches Krankenhaus von innen sehen‘ kann ich nach einem etwas missglückten Besuch in einer Höhle, die Games of Thrones- Drehort war, abhaken.

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Ankunft in Reykjavik am frühen Morgen
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Fähre von Vestmannaeyjar aus
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Aussicht aufs Festland

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Autofahren in Island
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Svartifoss
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einer der vielen Gletscher
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Gletschersee- Jökulsarlon
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Myvatn
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Sonnenuntergang im isländischen Hochland
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Goðafoss

 

Wie konnte es anders sein, hat mich dieses Land danach  wieder nicht mehr so ganz losgelassen, sodass ich am Ende derselbigen Semesterferien im Oktober alleine nochmal rübergeflogen bin und etwas mehr Zeit hatte, die ich mit Freunden und vor allem meiner Gastfamilie verbringen konnte. Im Sommer war das alles etwas gestresst und mit dem Festival hatten alle viel zu tun. Sehr viel spektakuläres habe ich demnach nicht gemacht, außer dem Besuch eines geothermalen Gebiets und dem Hochwandern auf einen der Berge bei Reykjavik, aber es war schön, meine Kleinen, die auf einmal nicht mehr so klein waren, wiederzusehen. SB sprach auf einmal ziemlich gutes Englisch und EL hat in seinem jungen Alter natürlich einen riesigen Sprung gemacht von allem. Außerdem konnte ich den neuen Familienzuwachs, BB, den damals gerade ein halbes Jahr alten Sohn, kennenlernen. Obwohl ich während meiner Zeit hier in Deutschland nicht viel Kontakt mit der Familie hatte, war das Wiedersehen recht einfach und es schien auch, als ob alle Seiten sich durchaus gefreut haben. Der Kleine brauchte seine paar Minuten Zeit, sich daran zu gewöhnen, wer ich nochmal war, aber dann war ich auch mit den Kindern wieder Eisessen und auf einem Spielplatz. Zeigt mir nur, dass egal, was für Streitereien es in der Zeit da gab, irgendwie beide Seiten doch gut zurückblicken können und ich bin sehr froh, immer noch einen kleinen Teil „Familie“ irgendwie auch in Island zu haben.

 

Aber auch damit ist das ganze noch nicht vorbei. Jetzt vor just einer Woche war der aktuellste Besuch in Island, wieder mit einer Unifreundin, aber diesmal einer anderen, und sogar mit gemietetem Auto. Wir hatten zwar nur 5 Tage Zeit, aber haben das beste daraus gemacht. Teile meiner Freunde und Gastfamilie habe ich kurz gesehen, aber die meiste Zeit sind wir durch die Gegend gefahren. Zum ersten Mal bei einem meiner Besuche hat das Wetter manchmal auch echt sehr erschwerend mitgewirkt. Denn naja, irgendwie hat es ständig geschneit und mit einem kleinen Ford kann man halt nicht durch 50cm hohen Schnee auf den Straßen. Alles in allem war das aber mal eine ganz andere Seite, die ich auch mitbekommen habe von dem Land und wir haben es auch auf eine der Halbinseln im Nordosten geschafft, die ich vorher immer Auslassen musste.

 

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Hinflug
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der aktive Geysir- Strokkur
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Seljalandsfoss
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Jökulsarlon
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Fähre mit Blick auf die verschneite Insel
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Felsküste auf Snæfellsnes
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Gatklettur auf Snæfellsnes
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Kirkjufell (der meistfotografierte isländische Berg 😀 )
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Stykkisholmur
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Sonnenuntergang bei einem Leuchtturm (Grótta) bei Reykjavik
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Reykjavik
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Reykjavik
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Sonnenuntergang in Reykjavik/letzter Abend

 

Und eigentlich bin ich mir sicher, dass dieses Jahr schon noch ein Besuch in Island dazukommt, vielleicht ja zu den WM-Spielen (Áfram Ìsland) oder halt zum Festival (alle guten Dinge sind drei oder so..).  Die Faszination dieses Landes hat für mich noch lange nicht aufgehört und ich freue mich, wenn ich wieder zurück sein kann. Im Land der Vulkane, Elfen und Wasserfällen.

Das war jetzt alles sehr grob, denn alles zu erzählen wäre ein niemals endender Blogeintrag. Andererseits waren das ja auch eher Urlaube, sodass das nicht mehr so interessant wäre, oder?

Damit tschüss, auf wiedersehen, sjáumst oder was auch immer.

Bless bless!

 

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