Days #35-38,5: Laufen und Schwimmen

Tag ihr wenigen Menschen,

Donnerstag ging’s es für mich ja schon sozusagen ins Wochenende und genau das ist auch der Anlass dieses Eintrags hier. 🙂

Donnerstag, 23. Juni. Vormittags habe ich noch ein bisschen ‚dies-und-das‘ gemacht, vor allem gepackt, um dann um 13:30 die Fähre nach Landeyjahöfn zu nehmen. Da dann (mal wieder) in den Bus (mittlerweile bezahlbar, weil ich ja natürlich noch 17 bin und Kindertickets nur die Hälfte kosten ;D ) nach Reykjavik. Nach zwei Stunden durch die Weltgeschichte und ein paar Missverständnissen mit Pauline hat sie mich dann doch gefunden am Busbahnhof Mjódd. Da war es gerade knapp 17 Uhr, sodass wir noch ziemlich lange Zeit hatten, bis wir wirklich zum Run mussten. Also sind wir erst noch Pizza essen gegangen, auch weil ich ziemlich Hunger hatte, und danach noch in der Innenstadt in ein kleines Café. Gegen 19:30 sind wir langsam los ins Laugardalur -das ist ein Park, ein Tal, ein Bereich, keine Ahnung- in Reykjavik, wo das ganze Spektakel stattfinden sollte. Laugardalur ist gefüllt mit allem möglichem, vor allem in Sachen Sport. Da ist zwar auch ein Tierpark, aber vor allem ist dort das Nationalstadium Islands, Laugardalsvöllur, in dem zwar auch im Ligabetrieb ein reykjaviker Verein spielt, aber, wo im Falle auch internationale Spiele (Freundschaftsspiele etc.) der Nationalmannschaft stattfinden. Wenn man schon mal in einem deutschen Stadium war, wirkt das aber eher wie das Stadium eines deutschen 3. oder 4. Ligisten. Ich selbst war ja bisschen nur in Mainz (coface/Opel-Arena) im Stadium mit seinen beschaulichen ca. 35000 Plätzen und selbst das wirkt verglichen mit den 15000 Plätzchen in Laugardalsvöllur riesig. 😀

Außerdem ist dort eines der größten Schwimmbäder und eine große (Sport-)Halle, die bei uns für die Anmeldung zum Run genutzt wurde. Nachdem wir dann ziemlich früh Startnummer und Zeitchip abgeholt hatten, hatten wir genug Zeit noch ein T-Shirt vom Lauf zu kaufen (schwarz mit einer Weltkugel drauf, bei der Island hervorgehoben ist) und uns in Ruhe fertig zu machen. Kurz nach 21 Uhr wurde es dann nämlich überall hektisch, 21:20 startete der Halbmarathon ja dann. Nach ein bisschen anfeuern zu Beginn, warteten wir dann einfach draußen bis 21:50 die 5km starteten, der Lauf mit den meisten Teilnehmern (übrigens ca. 3000 zusammen bei allen drei Distanzen, 1/3 davon nicht aus Island!). Zum Lauf selbst gibt es nicht viel zu sagen. Man merkt halt recht schnell, wenn man lange kein Sport mehr gemacht hat und eigentlich nie in seinem Leben ernsthaft gejoggt ist. Trotzdem waren wir für unsere Verhältnisse gut in der Zeit, haben uns leider am Ende mit dem Ziel vertan, sodass wir nochmal einiges an Zeit verloren haben. Eine Zeit knapp unter 30 Minuten hätten wir schaffen können, aber haben wir halt auf den letzten 500m noch weggegeben..So sind es jetzt ca. 30:30 bei uns beiden geworden und Plätze im (teils oberen) Mittelfeld in eigentlich allen Kategorien. Damit sind wir, glaube ich, beide ganz zufrieden. Nach ein bisschen Ankommen und Entspannen sind wir dann in dieses berüchtigte Schwimmbad dort (Teilnehmer hatten freien Eintritt) und haben da noch ein bisschen geplantscht (war überhaupt nicht voll, nein). Irgendwann haben wir uns dann doch motiviert uns Richtung Auto zu bewegen.. Bis wir also in Reykjavik gestartet sind war bestimmt schon halb eins morgens.. Da Pauline in einem Ort nahe Keflavik, wo der internationale Flughafen Islands ist, wohnt, hatten wir noch knapp 45 Minuten Fahrzeit zu uns, sodass es natürlich ein ziemlich langer Tag war.

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Logo des Laufes
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Die „Midnight Sun“ // 00:18 Uhr

 

Wie man hier ja auf dem Bild sieht, gab es leider gar keine Mitternachtssonne zu sehen. Leider waren alle Tage hier um den längsten Tag des Jahres so bewölkt, dass man leider nichts davon erahnen konnte..

Freitags bestand dann vor allem aus mit ihren kleinen Au-Pair-Kiddies (2 und 7) zu spielen bzw. abzuholen aus dem Kindergarten. Abends waren wir dann noch in Keflavik in einem kleinen, sehr gemütlichen Café und haben einfach die Ruhe und den Abend genossen. Früh im Bett waren wir dann natürlich wieder nicht, sodass wir den Vormittag des Samstages verschlafen haben und nach dem Mittagessen erst los sind. Plan war es, nach Reykjadalur zu wandern (auch wenn Pauline da schon mehrmals war, aber nie am Ziel sozusagen). Also erstmal 1,5 Stunden Autofahrt nach Hveragerði, wo wir dann gelernt haben, dass da ein Blumenfest war, sodass einiges los war im Ort. Etwas außerhalb beginnt dann aber die Wanderroute nach Reykjadalur (knapp 3-3,5 km). Hinzugs haben wir etwas die Strecke, unseren Muskelkater und die Steigung der Berge unterschätzt, sodass der Weg wirklich Nerven gekostet hat. Zwar war die Umgebung ganz schön, aber so wirklich Highlights gibt’s halt nicht (gibt schon schönere Orte in Island). Nach knapp einer Stunde näherten wir uns aber dem Ziel. Der Fluss war schon mal wenigstens lauwarm und wir wurden mit zahlreichen Schildern vor heißen Quellen und Wasser gewarnt (und es hat alles nach Schwefel gerochen, wow.). Kurz danach war es erreicht; der heiße Fluss. Das war ein seltsames Bild. Auf der einen Seite des Flusses waren Leute in dicken Jacken, Wanderschuhen und Mützen; auf der anderen Leute in Badeklamotten. Ich würde den Ort schon als besuchenswert bezeichnen. Es ist einfach ein besonderes Gefühl, bei Wolken und 8/9°C Außentemperatur in einem kleinen, ca. 30-35°C (je nachdem wie weit du dem Fluss folgst ab da) Fluss zu liegen in Island umgeben von Bergen. Er ist zwar nicht tief, aber man kann drin liegen oder auch sitzen. Es dauerte demnach auch, bis wir uns wieder da raus begeben haben, um zurück zu laufen. Bis wir dann wieder nahe Reykjavik waren, war es dann schon knapp 20 Uhr.

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Ein Minigeysir?
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rauchender Boden
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Schild
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Reykjadalur
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Reykjadaur
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Reykjadalur

 

Wir hatten einen Plan für später, aber noch ein bisschen Zeit. Also sind wir nach Nautholsvík. Das ist ein Strand in einer Bucht Reykjaviks. Dort wurde irgendwann mal künstlich Sand aufgeschüttet, da dort das Wasser wegen einer Anlage in der Nähe geothermal geheizt ist.. Zwar sind das nur 16-19°C, aber wärmer als der Rest Ozean. Trotzdem sind wir zwei frierenden Mädels da nicht schwimmen gegangen, sondern relativ bald weiter gefahren.

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So. Am Tag vorher hatten wir Internet gelesen, dass es wegen Jónsmessa (Mittsommernacht, wo der Himmel und die Sonne rot leuchten sollen) Wanderungen und Konzerte an dem Abend gab. (Übrigens hat man nichts von dem Phänomen gesehen- war wieder alles dunkel bewölkt.) Eine davon führte zur bekannten Blauen Lagune (Bláa Lónið), wobei für diese Wanderer der Preis halt nur die Hälfte oder so des sonstigen Preises war. Die blaue Lagune ist eins der größten Touristendinge und mittlerweile arg auf Luxus getrimmt (normal ca. 60 Euro Eintritt). Wir haben dann auch geschafft diesen Wanderertarif zu bekommen (ca. 30-35 Euro), wenn auch etwas glücklich. Das Wasser hat so eine weißbläuliche Farbe und soll für die Haut sehr gut sein, für die Haare allerdings gar nicht. Mit richtig Schwimmen ist also nicht viel. Ich persönlich fand das schon ganz schön und einfach mal eine schöne Erfahrung (ist halt auch so ein „Must-do“ in Island sozusagen), würde dafür aber nicht den normalen Preis bezahlen und sowieso nicht noch ein zweites Mal.. Also haben wir von 22 Uhr bis ein Uhr morgens das ausgenutzt (am Ende in strömendem Regen und Nebel). Wieder spät ins Bett und morgens musste wir dann um zehn aufstehen, weil wir ja noch 45 Minuten nach Reykjavik fahren mussten und ich schon den Bus um 12:00 genommen hab‘. So war ich dann nämlich 15:20 wieder auf meiner Insel und konnte das Deutschlandspiel noch schauen. Danach war außer Skype, Abendessen und einem Film mit Viktoria und Jón nichts mehr besonderes los.

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Draußen vor der blauen Lagune
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Blaue Lagune

Heute, Montag, ist ja jetzt auch schon bereits 13:30 isländischer Zeit. Und nein, ich habe noch nichts sinnvolles gemacht außer den Blogeintrag hier zu schreiben und zu arbeiten. Vielleicht kommt Paulin nächstes Wochenende zu mir auf die Insel; sie fliegt dann nämlich auch bald wieder nach Deutschland zurück. Und sonst, ist nicht viel geplant.

Bis bald. Man sieht sich. 🙂

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