Days #27-30: Auf und Ab

Tag 27, Mittwoch war soweit ein relativ normaler Tag.. Das Haus vormittags schnell gemacht und nachmittags dann mit SB und Viktoria (die Ukrainerin hier) und ihren zwei Kids schwimmen. Das hat auch nach ein bisschen Eingewöhnungsphase gut funktioniert, SB und ihr älterer Junge (8 Jahre) haben sich ganz gut verstanden und zusammen gespielt.. Ihr kleinerer Junge ist zwar eher um uns herumgehüpft, aber das ging schon in Ordnung.

Danach war ich mit SB den Kleinen aus dem Kindergarten abholen und das war eine Katastrophe, mal wieder. EL benimmt sich dann absolut daneben und ignoriert mich, was dann v.a zu Streit zwischen SB und mir geführt hat. Nach dem Abendessen später war ich dann wieder mit Viktoria draußen spazieren und ohne konkreten Plan sind wir Richtung der Vulkane gelaufen und am Ende den zweiten, mir noch fehlenden (den älteren) Vulkan, Helgafell, hochgeklettert.. Der Weg war wesentlich schwerer zu finden als bei den anderen Sachen und teils echt ziemlich blöd.. Die Aussicht war wie erwartet wunderschön, leider aber wenig spektakulär, wenn man schon an den anderen Orten so war und auch gab es hier keine heiße Steine oder Rauch oder sonst was. Bei Helgafell konnte man wirklich nicht erahnen, dass der theoretisch aktiv ist.

 

Donnerstag begann ähnlich. Zwar habe ich nicht das Gasthaus gemacht, wir waren aber wieder schwimmen mit Viktoria. Abends waren wir diesmal nicht allein unterwegs, sondern ihr 17-jähriger ‚Gastbruder‘ Jón hat uns ein bisschen die Gegend gezeigt..Dabei waren wir zuerst einfach nur ein bisschen am Ozean rumspazieren und sind danach zu der spranga-Stelle. Das war das mit dem Seil, was an der Steilwand hängt, womit man da sozusagen an der Wand lang fliegt.

Das konnte er natürlich wesentlich besser umsetzten als Einheimischer der Insel, als ich, die einfach nur paar Mal auf den Steinen gelandet ist!

IMG_20160616_210803
Jón- sprangar

Dann sind wir zu einer kleinen Höhle hochgeklettert an einem der Berge, wo wir relativ lange eigentlich nur gesessen haben und geredet.

IMG_20160616_213026
Blick aus der Höhle

Dann haben wir einen Freund von ihm getroffen, Oskar, mit dem wir dann eigentlich einfach nur paar Stunden sinnlos auf der Insel rumgefahren sind. Was wir dabei gelernt habe: Die Insel besteht eigentlich nur aus Fischfabriken.

Freitag Morgen begann dann um 8:30 mit der Fähre auf das Festland. Gegen 11 waren wir dann auch wieder in dem süßen Reykjavik. Dann haben wir vor allem unsere Sachen bei I. abgestellt und sind dann schon in die Innenstadt gefahren. Erst um bei einem Möchtegerne-McDonalds-Abklatsch (echten gibt’s hier seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr) was zu essen und danach zur Parade.

Der 17. Juni, Unabhängigkeits- und damit Nationaltag Islands, hatte eine Parade zu bieten, die leider weniger besonders war als erhofft. Danach ging es zu dem See und Park in Reykjavik- wo ich 6 Tage vorher noch bunt langgerannt bin-, wo es alles mögliche für „Kinder und Familie“ geben sollte. Leider fand ich das meiste eher uninteressante und mit viel Wartezeit verbunden, weil SB alles testen wollte und machen wollte und die Wartezeit leider teils etwa eine Stunde war. Das war für mich natürlich eher langweilig, v.a weil ich ja nichts verstehe von den isländischen Konversationen, die um mich herum geführt werden. Dazu hab‘ ich gefroren und wollte eigentlich nur weg.

Nachdem ich da mehrere Stunden ‚überlebt‘ hatte, wurde SB von ihrem Vater abgeholt, sodass wir dann nur noch zu viert waren. Aus irgendeinem Grund wollten A. und S. aber noch nicht zurück zu Iris, wo wir ja übernachtet haben, sondern noch woanders Zeit irgendwie verbringen. Also waren wir erstmal bei Valdís, was eine kleine, süße, aber vollkommen überfüllte Eisdiele in Reykjavik ist. Das Eis war aber wirklich super und vor allem viel, auch wenn manche Sorten echt komisch waren. So gab es neben Lakritz noch  gesalzene Erdnüsse, Skittels, Apfel mit Zimt und Zuckerguss. Trotzdem gab es auch wenigstens paar ’normale‘ Sorten: Vanille, Kiwi, Oreo, Erdbeere und so.

IMG_20160617_132733
Menschen in Reykjavik
IMG_20160617_175611
EIs
IMG_20160617_195502
Aussicht beim Grillen
IMG_20160617_195508
Aussicht beim Grillen

Auch nach dem Eisessen war es aber irgendwie noch zu früh, so dass wir dann spontan zu S. Großeltern (Urgroßeltern des Kleinen) gefahren sind. Es wurde viel isländische geredet, gelacht, aber es gab wenigstens Waffeln und Kekse zu essen, also war das in Ordnung.

Der Tag war ja aber immer noch nicht zu Ende. Anschließend ging es noch dahin, wo ich letztes Mal übernachtet hatte. Dort wurde gegrillt und mit der Aussicht auf’s Meer war das echt ein schöner Abschluss, aus wenn ich wieder nicht viel verstanden habe. Danach ging es aber wieder zurück zu I, es war schon knapp 21:30 Uhr. Diesmal mit drei Hunden plus Katze, weil sie noch auf diesen einen Hund mehr aufpassen musste. Abends kamen einige Freund von A. und als ich mich scheinbar in mein Bett verzogen hatte um 23 Uhr, sind die wohl noch weggegangen oder sonst was. Jedenfalls war Samstag bis 14 Uhr Ruhe im Haus und war nur mit I ein wenig mit den Hunden draußen spielen.

IMG_20160618_120557
einer der Hundis

Danach wurde es dann aber stressig, wollte man doch am besten schon um 15 Uhr in der größten Sportbar in Reykjavik sein wegen des Islandsspiel. Davor haben wir den Kleinen noch zu S. Schwester gebracht und sind da hin.. Da waren bestimmt 200 Menschen und das nationale Fernsehen hat auch von da berichtet. Draußen auf dem großen Platz schauen kam leider nicht in Frage, da es geregnet hat und v.a ziemlich stürmisch draußen war. Nach ein bisschen Tischchaos und viel Glück, hatten wir einen Tisch quer zur Leinwand, sodass man echt eine einigermaßen gute Sicht hatte. Direkt daneben war so etwas wie ein Minikino, wo dann die wirklichen Hardcorefans in Trikots, bemalt usw. saßen. Die Stimmung war auf jeden Fall besser bei uns als überall sonst.

Video der Fans (zweimal wundervoll zensiert- die beiden Gesichter soll und muss man nicht erkennen)

Die liebe Pauline (ihr erinnert euch- die Selfoss/Nesjavellirtour von vor zwei Wochen) kam dann auch noch dazu, was echt schön war. Ich konnte mal wieder deutsch reden mit jemandem hier. Nach dem Spiel waren Pauline und ich dann noch in Reykjavik Downtown in einem kleinen Kaffee, bevor ich abgeholt wurde von meiner Gastfamilie, nachdem die den Kleinen wieder eingesammelt haben. Dann ging es zurück. 21:30 wollten wir in Landeyjahöfn sein. Wir waren aber durchaus sehr gut in der Zeit und um knapp 21 Uhr schon nahe der Ausfahrt auf der Ringstraße. Und dann kam die Nachricht: Die 21 Uhr Fähre ist von der Insel nicht mehr losgefahren, unsere Fähre wurde damit auch gecancelt wegen dem Wind und der damit verbundenen Wellenhöhe. Zuerst war ich ziemlich überrasscht- das Land, das super gelernt hat, mit der Natur hier zu leben, kommt mit ein bisschen Sturm nicht klar?

Allerdings liegt das aber vor allem an Landeyjahöfn (wie schon erwähnt, der Hafen macht Probleme und ist im Winter unnutzbar). Der Hafen wurde 2010 an die -bis dato- als unbeschiffbare geltende Küste gebaut und ist sehr flach und schmal und es ist einfach bei Wellengang wie gestern, sehr schwer, um das Schiff schwer zu kontrollieren. Gut, wir also im Feld angehalten und rumtelefoniert.

Die 11 Uhr Fähre für heute Morgen war schon ausgebucht, also mussten wir schon 9:30 fahren. Zum Glück hat S.‘ Onkel 30 Minuten von der Fähre ein Hotel, wo wir noch unterkommen konnten. Auf dem Weg zu diesem Hotel gab es einige hochfliegende kleine Wasserfälle, was erstmal echt seltsam aussah. Man fährt ja lange an dem Gebirge rund um Gletschervulkan Eyjafjallajökull vorbei, wo es viele kleine Wasserfälle gibt, von denen einer eben, durch den Wind hoch geweht wurde. Um 21:45 waren wir dann da- Drangshlið. Ein Ort, wo außer dem Hotel/Gasthaus, einem Bauernhof und zwei Turfhäusern (die süßen Steinhäuser mit dem Gras auf dem Dach), nichts ist; benannt nach einem Felsen, der irgendwann mal von dem Berg runtergekommen ist. Das Hotel war zwar ganz schön, die Nacht aber kurz und ich war schon ziemlich froh, als ich heute wieder mich in meinem Zimmer verkrochen konnte und die Ruhe genießen konnte.

IMG_20160619_083832
Dranghlíð
IMG_20160619_083837
Drangshlíð
IMG_20160619_100309
Fähre

Das war’s- ein abenteuerliches Wochenende geht zu Ende. Und geschuldet dem Datum heute, 19.6, ist heute auch genau ein Monat in dem kleinen europäischen Land, auf einer kleinen Insel, vorbei.

Pläne für die nächsten Wochen? Ja, viele, aber keine konkreten!

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche. Tschüss, bless!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s