Day #3: Meine Insel

Gestern war dann alles mal etwas entspannter, zum Glück. So konnte ich mal mit ein paar skypen und hatte ein paar Minuten für mich. Mittags wurde mir dann ‚ein bisschen‘ die Insel gezeigt. Dabei sind wir natürlich erstmal die „wichtigen“ Dinge, wie Einkaufläden (3 Lebensmittelläden und mindestens 10 andere u.a Klamotten-, Sport-, Elektro- und so’n Art Hauseinrichtung-Baumarkt-Laden…in einem 4500 Seelen Dorf), Post, Apotheke usw., abgefahren, sowie das große Sportzentrum (Hallenbad, Freibad und verschiedenen Sporthallen), die einzelnen Turnhallen und die Bibliothek. Danach ging es zu den spannenderen Stellen.

Die Insel besteht an der einen Seite nur aus Bergen und Klippen und auf der anderen aus Vulkanen. Wir waren dann zuerst bei den Klippen (die man beklettern kann, da sind sogar an den „schlimmsten“ Stellen auch Leitern angebracht zum Aufstieg), wo man mir die erste seltsame Tradition (keine isländische, sondern nur eine der Inselbewohner) gezeigt hat. Ich hab‘ mir den isländischen Namen nicht gemerkt, jedenfalls hängt da ein Seil an einer relativ steilen Wand, dass bestimmt gut 20 Meter lang ist. Vom Boden kommt man da gerade so dran und klettert dann mit dem so seitlich die Wand hoch, um da abzuspringen und dann in einem Halbkreis auf die andere Seite zu springen. Und das so weiter, bis man halt wieder landen kann und möchte irgendwo an der Wand. Das klingt blöd, ist aber eigentlich ganz lustig, auch wenn das gar nicht so einfach ist, wieder zu „landen“ und nicht mit dem Rücken zur Wand zu gelangen (Ich wurde meistens sozusagen gefangen, weil ich das sonst nicht geschafft hätte. Auch sind in den Klippen unglaublich viele Vogelnester und Vögel, sodass die Wände z.T ganz weiß sind. Diese Vögel werde ich wohl aber im August/Juli noch kennenlernen, da die Küken da eingesammelt werden müssen im Dorf (verirren sich zu den Lichtern dort) und an den Ozean gebracht werden..

Danach ging es zum Stórhöfði, das ist der südlichste Ort der Insel und der windigste Europas ;). Besonders schön ist da die Aussicht auf die Insel und die umliegenden Insel sowie das Festland mit dem Gletscher und Vulkan Eyjafjallajökul. Auch kann man da die Papageitaucher/Puffins sehen, die hier heimisch sind. Zu erkennen sind die auch durch die Ferne ganz gut, da man nicht immer nah an die herankommt (Vogelschutzgebiet), dadurch dass sie im vergleich zu Möwen permanent mit den Flügen schlagen. Das man in Island ist, merkt man dann spätestens daran, dass die Schafe an steilen Bergen und Stellen leben, an denen hier keine Ziege es aushalten würde :D.

Gefehlt haben dann noch die beiden Vulkane Helgafell und Erdfell (wobei dieser erst 1973 bei dem Ausbruch entstanden ist), die beide auch gut bewanderbar wäre (muss ich mal machen) und das ganze Land, dass durch den Ausbruch damals entstanden ist. Das ist in einer gewissen Art und Weise schön, da es einfach ganz anders ist als das bekannte Landschaftsbild hier und v.a finde ich diese schwarzen Strände überall wunderschön.

Ja, das war’s so eigentlich. Nachmittags war ich noch mit SB. Basketball und Fußball spielen (zwei tolle Plätze grade 2 Minuten vom Haus weg) und habe VM. kennengelernt, der das ganze Wochenende in Reykjavík war..

Die Bilder zeigen entweder Blick von der Insel auf die Insel und auf andere Inseln oder das Festland. Eines zeigt eine alte Straße mit den alten Fischerhäusern und das letzte zeigt den Ausblick aus meinem Fenster auf das Gerüst vor der dem Haus, aber vor allem die Helligkeit/Dunkelheit um Mitternacht in Island. Und das bleibt so die ganze Nacht.


Zuletzt noch ein paar Sachen, die mir aufgefallen sind nach den wenigen Tagen hier:

1.) Du kriegst in keinem Supermarkt Wasser, da alles aus der Leitung getrunken wird, da es eh von irgendwelchen Gletschern direkt kommt (im Falle der Insel vom Eyjafjallajökul auf dem Festland).

2.) Aus dem ähnlichen Grund muss man in keinem Restaurant oder so Wasser kaufen, Wasser gibt es überall kostenlos zu trinken genauso wie du aus allen Flüssen trinken kannst.

3.) Keine Haustür wird abgeschlossen auch wenn alle Leute wegsind. Das hat aber zur Folge, dass Verwandte oder Freunde kommen und gehen, wann sie wollen.

4.) Alle Lebensmittelläden haben Sonntags offen und sind zwar durchaus teurer als in Deutschland, aber es ist nicht so schlimm, wie es überall dargestellt wird!

5.) Drogerieläden existieren hier nicht.

6.) Eis ist Grundnahrungsmittel gefühlt und es gibt kaum gezuckerte oder süße Cornflakes. Das meiste ist wirklich einfach nur gepresster Mais.

7.) Wenn „Windstille“ hier herrscht, wäre in Deutschland schon lange von einem Sturm die Rede.

Sjáumst!

 

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